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Benötige ich ein Funkgerät? Ich besitze doch ein Handy!

Die Ausr├╝stung seegehender Yachten mit einer GMDSS-Seefunkanlage ist mindestens so wichtig, wie Rettungswesten, Lifebelt und Rettungsinsel.

Dennoch verlassen sich viele Skipper auf das bequeme und vermeintlich sichere Handy. Es bietet scheinbar im Vergleich zu UKW-Seefunkanlagen eine Reihe von Vorteilen, wie geringe Abmessungen, geringer Stromverbrauch, keine Au├čenantenne und geringer Preis.
F├╝r Sicherheitsbelange einer Crew sollten Mobilfunktelefone wenn ├╝berhaupt nur nachrangig in Betracht gezogen werden denn

  • oftmals sind Reichweite und Verf├╝gbarkeit jedoch erheblich geringer als die von UKW-Seefunkger├Ąten
  • es ist keine Schiff zu Schiff Kommuniktion m├Âglich
  • es ist kein allgemeiner Anruf an allen Schiffe in der N├Ąhe m├Âglich
  • es ist kein Mith├Âren im Notfall und kein Anpeilen durch Search-and-Rescue-Kr├Ąften (SAR) m├Âglich
Damit sind viele Informationen zur Hilfeleistung und Rettung nicht allgemein verf├╝gbar. Verwirkter Versicherungsschutz und der Vorwurf des grob fahrl├Ąssigen Handelns durch den Schiffsf├╝hrers k├Ânnen die Folge sein!
Amateur- und Flugfunkzeugnisse sind im Bereich Seefunk und Binnenschifffahrtsfunk nicht g├╝ltig. Die Betriebsverfahren sowie die zu benutzenden Frequenzen unterscheiden sich erheblich!

 


Short Range Certificate (SRC)



Grundlage:

  • Telekommunikationsgesetz TKG
  • Radio Regulations (RR), in Deutschland entsprechen die RR der Vollzugsordnung f├╝r den Funkdienst (VO-Funk)

Voraussetzungen:

  • SRC: Mindestalter 15 Jahre, Zulassung fr├╝hestens 3 Monate vor Erreichen des 15. Lebensjahres

G├╝ligkeitsdauer:

  • unbefristet

Geltungsbereich:

  • weltweit g├╝ltig f├╝r UKW-Seefunkstellen auf Schiffen, nicht g├╝ltig im Bereich der Binnenschifffahrtsstra├čen f├╝r Schiffsfunkstellen

Pr├╝fung:

Die theoretische Pr├╝fung f├╝r das SRC besteht aus einem Fragebogen, der Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen in englischer Sprache unter Verwendung des internationalen phonetischen Alphabets mit anschlie├čender schriftlicher ├ťbersetzung ohne Hilfsmittel ins Deutsche und der schriftlichen ├ťbersetzung eines deutschen Textes, der auf den Seefunkdienst bezogen ist, in die englische Sprache sowie einer ggf. m├╝ndlichen Pr├╝fung.

F├╝r das SRC besteht die praktische Pr├╝fung aus der Durchf├╝hrung von Pflichtaufgaben und dem Nachweis von sonstigen Fertigkeiten. Im Rahmen der Pflichtaufgaben werden die Fertigkeiten bei der Abwicklung von Not- und Dringlichkeitsverkehr im GMDSS in englischer Sprache anhand von Fallbeispielen an zwei miteinander kommunizierenden UKW-Seefunkanlagen gepr├╝ft.


Allgemein:

Das SRC (Beschr├Ąnkt g├╝ltige Funkbetriebszeugnis) ist f├╝r die Bedienung von UKW-Sendefunkanlagen
vorgeschrieben. Heute sind nahezu alle Yachten mit einem Funkger├Ąt ausger├╝stet. Es wird zur
Verkehrsabwicklung, zur Kommunikation zwischen Yachten und zur Alarmierung in Notf├Ąllen ben├Âtigt.
Mit einem Funkger├Ąt kann schnell Hilfe und Rat eingeholt werden. Manche Vercharterer halten
Funkverbindungen zu ihren Schiffen, um bei Problemen sofort helfen zu k├Ânnen.

Die Funkger├Ąte d├╝rfen nur in Betrieb genommen werden, wenn mindestens ein Mitglied der Crew
das SRC besitzt.
Wer ohne Funkzeugnis erwischt wird, dem drohen hohen Strafen.
Die meisten Vercharterer verlangen vor der Schiff├╝bergabe die Vorlage des SKS und des SCR.



UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)

 

 Grundlage:

  • Telekommunikationsgesetz TKG
  • Radio Regulations (RR), in Deutschland entsprechen die RR der Vollzugsordnung f├╝r den Funkdienst (VO-Funk)
  • Binnenschifffahrt-Sprechfunkverordnung

Voraussetzungen:

  • UBI: Mindestalter 15 Jahre, Zulassung fr├╝hestens 3 Monate vor Erreichen des 15. Lebensjahres

G├╝ltigkeitsdauer:

  • unbefristet

Geltungsbereich:

  • europaweit g├╝ltig f├╝r Schiffsfunkstellen im Bereich Deutschland, ├ľsterreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Ungarn, Luxemburg, Moldawien, Niederlande, Polen, Rum├Ąnien, Russische F├Ârderation, Slowakische Republik, Schweiz, Tschechische Rpublik, Ukraine und Bundesrepublik Jugoslawien im Bereich der Wasserstra├čen 1 - 3. 
    Das UBI berechtigt nicht zur Teilnahme am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksysstem (GMDSS).und nicht zur Bedienung von Radaranlagen auf Binnenschiffen.

Pr├╝fung:

Die Pr├╝fung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In der Theoriepr├╝fung mu├č ein Fragebogen mit 34 ausgew├Ąhlten Fragen aus dem Fragenkatalog innerhalb von 60 Minuten bearbeitet werden. Es m├╝ssen mindestens 80 % der m├Âglichen Punkte erreicht werden.
Im praktischen Teil wird die fehlerfreie Abgabe und Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen nach Vorgabe eines Textes in deutscher Sprache gefordert. Daneben werden weitere praktische ├ťbungen im Binnenschiffahrtsfunk in Verbindung mit der fachgerechten Bedienung einer Schiffsfunkstelle gepr├╝ft

Erg├Ąnzungspr├╝fung: 

F├╝r Inhaber des Short Range Certificate SRC  besteht die M├Âglichkeit zum Erwerb des UBI eine Erg├Ąnzungspr├╝fung abzulegen. Im theoretischen Teil ist ein Fragebogen mit 16 ausgew├Ąhlten Fragen innerhalb von 30 Minuten zu beantworten.
Im praktischen Teil wird die fehlerfreie Abwicklung von Funkverkehr im Binnenschifffahrtsfunk in Verbindung mit der Bedienung einer Schiffsfunkstelle gefordert.





Long Range Certificate (LRC)



Grundlage:

  • Telekommunikationsgesetz TKG
  • Vollzugsordnung f├╝r den Funkdienst VoFunk (Radio Regulations RR)

Voraussetzungen:

  • LRC: Mindestalter 18 Jahre, Zulassung fr├╝hestens 3 Monate vor Erreichen des 18. Lebensjahres

Geltungsbereich:

  • weltweit g├╝ltig f├╝r Seefunk ├╝ber UKW-, Grenz- und Kurzwelle sowie ├╝ber Inmarsat

Pr├╝fung:

Die theoretische Pr├╝fung f├╝r das LRC besteht aus zwei Frageb├Âgen, der Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen in englischer Sprache unter Verwendung des internationalen phonetischen Alphabets mit anschlie├čender schriftlicher ├ťbersetzung ohne Hilfsmittel ins Deutsche und der schriftlichen ├ťbersetzung eines deutschen Textes, der auf den Seefunkdienst bezogen ist, in die englische Sprache sowie einer ggf. m├╝ndlichen Pr├╝fung.

F├╝r das LRC besteht die praktische Pr├╝fung aus der Durchf├╝hrung von Pflichtaufgaben und dem Nachweis von sonstigen Fertigkeiten. Im Rahmen der Pflichtaufgaben werden die Fertigkeiten bei der Abwicklung von Not- und Dringlichkeitsverkehr im GMDSS in englischer Sprache anhand von Fallbeispielen an zwei miteinander kommunizierenden UKW-Seefunkanlagen gepr├╝ft. Zus├Ątzlich werden Pflichtaufgaben in der Abwicklung von Not- und Dringlichkeitsverkehr sowie sonstige Fertigkeiten im GMDSS ├╝ber Satelliten/Inmarsat-C-Anlage gepr├╝ft.

Allgemein:

Das LRC (Allgemeine Funkbetriebszeugnis) wurde wie das SRC am 01.01.2003 eingef├╝hrt. Es ist speziell auf die Anforderungen des Hochseeyachtsports zugeschnitten. Mit dem LRC erh├Ąlt der Inhaber die Berechtigung, Seefunk auf Grenz- und Kurzwelle und ├╝ber Inmarsat-Satellitenseefunk zu betreiben. Nur wenige Charteryachten sind jedoch mit diesen Einrichtungen ausgestattet. Wir empfehlen daher den Erwerb des LRC den Skippern, die au├čerhalb der mit UKW abgedeckten Seegebieten fahren. Auch das LRC kann in einer Erg├Ąnzungspr├╝fung zum SRC erworben werden.

 


 

 
2004 Segelclub Deggendorf e.V.